Don Kosaken-Chor begeistert
16. Oktober 2010


















Es war nur noch das leise Surren der Lüftung zu hören als Chorleiter Wanja Hlibka mit präzisem Dirigat ein Gesangserlebnis der ganz besonderen Art eröffnete.
Gekleidet in der traditionellen schwarzen Don Kosaken Uniform mit den roten Hosenbändern hatten die Erben des Gründers Serge Jaroff im selben Augenblick die rund 150 Besucher im Sport- und Gemeindezentrum in Ihren Bann gezogen.
Vom unglaublich hohen Countertenor über den kraftvollen Bariton bis hin zum sonoren Bass wurde das gesamte Spektrum eines Männerchores abgedeckt. Gefühlvolle Balladen mit der so typischen russischen Melancholie wechselten sich ab mit schwungvoll vorgetragenen Volksweisen und setzten im Publikum die gesamte Palette an Emotionen frei. Tränen der Rührung und Gänsehaut wechselten sich ab mit spontanen Begeisterungsstürmen und stehenden Ovationen.


Die Ortsgemeinde Bornich und der MGV „Freundschaft“ als örtliche Veranstalter durften zufrieden sein, hatte die monatelange Vorbereitung doch für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. In der Pause versorgte der MGV mit einer Vielzahl von freiwilligen Helferinnen und Helfern die Gäste mit liebevoll belegten Brötchen und bei einem Gläschen Bornicher Wein war so manch fachkompetentes Gespräch zu hören.

Der Chor schaffte es tatsächlich, die Atmosphäre im zweiten Teil noch zu steigern. Der Schwerpunkt verlagerte sich in Richtung der leichten Muse und so ließen sich die ansonsten so disziplinierten 15 Sänger sogar zum ein oder anderen Schabernack hinreißen. Klassiker wie Stenka Rasin, Grünes Gras und Kalinka durften natürlich nicht fehlen, die das Publikum mit oft minutenlangem Applaus bedachte.

Wanja Hlibka bedankte sich in akzentuiertem Deutsch herzlich beim begeisterten Auditorium und kündigte das, in deutsch vorgetragene, letzte Stück „Ich bete an die Macht der Liebe“ an. Erst danach durfte der Chor, unter rhythmischem Klatschen und „Bravo“-Rufen, von der Bühne abtreten.


Dieser 16. Oktober 2010 wird als besonderer kultureller Höhepunkt in die Geschichte der kleinen Loreley-Gemeinde Bornich eingehen.



Fotos: Stephan Engelmann