Tagesausflug Westerwald
10. Juli 2010
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Zum ersten Mal in diesem Jahrtausend fand wieder ein Tagesausflug statt. Pünktlich um 08.30 Uhr starteten die 40 Teilnehmer mit der Superkutsche der Firma Pabst in Richtung Westerwald.
Auch im als so kühl bekannten WW lag die Temperatur bei Ankunft schon bei 28°C. Trotzdem durften das Lieblingsstück "Am kühlenden Morgen" und ein Gruppenfoto nicht fehlen.
Ein Viertel der Gruppe erkundeten dann auf eigene Faust das nahegelegene „Westerwald-Museum“ und zeigten sich von der Ausstellung absolut begeistert.
Der Rest begab sich im Besucherbergwerk „Bindweide“, ausgerüstet mit Helm und Ostfriesennerz, auf eine Reise mit vielen Extremen.
Die historische Grubenbahn führte in die Vergangenheit des Erzabbaus um 1900 und vor allem in einen Temperaturbereich um 11°C bei einer Luftfeuchtigkeit von annähernd 100%.
Anschaulich wurde beim Rundgang durch den 1,3 km langen Stollen über die Geschichte des Erzabbaus im WW, angefangen von einfachsten Werkzeugen bis zur zunehmenden Maschinisierung,
und die unmenschlichen Arbeitsbedingungen unter Tage bis zur Schließung der Anlage 1931 berichtet.
Nach über zwei Stunden zurück im Tageslicht war die 30-Grad-Marke geknackt...
Das Mittagessen im Brauhaus der Abtei Marienstatt verlief, dank Vorbestellung, zügig und zur Zufriedenheit aller.
Zudem herrschten in dem historischen Gebäude erträgliche Temperaturen.
Vor der Tür hatte gerade der MGV aus Mainz-Laubenheim Aufstellung genommen und gerne befolgten die Bornicher Sänger
die Einladung eines gemeinsamen Vortrages. Unter der Leitung des Mainzer Chorleiters wurde "Aus der Traube in die Tonne" angestimmt, was das Publikum des Biergartens begeisterte.
Jörg Weinand übernahm die Leitung zu "Am herrlichen Rhein". Erst nach einer Zugabe durften die Sänger wieder in den Schatten.
Es blieb nur noch wenig Zeit, um das riesige Areal der Abtei zu erkunden, aber bei der Hitze fiel jeder Schritt schwer und so waren alle pünktlich zur Abfahrt am Bus.
Die „Birkenhof Brennerei“ in Nistertal war das letzte Ziel des Tages.
Während der kompetenten und kurzweiligen Führung wurden verschiedene Verfahren der Gewinnung und Destillation erläutert. Die außergewöhnliche Akustik in den Abfüllräumen wurde natürlich sofort genutzt und das Loreley-Lied angestimmt.

Die Dimensionen des Betriebes und die Vielfalt der Erzeugnisse sorgte für allgemeines Erstaunen. An einer Weinprobe hatten alle Teilnehmer bereits mehrfach teilgenommen.
Einer Probe mit Hochprozentigem wurde, auch ob des tropischen Klimas, skeptisch entgegengesehen.
Den zu Beginn gereichten bodenständigen Westerwälder Urpodukten des Hauses folgten verschiedene,
teils sehr ungewöhnliche, Kompositionen von Likören und Edelobstbränden. Begleitet von Anekdoten verlief die Probe mit zehn Produkten sehr kurzweilig.
Je nach Geschmack war jede Form der Mimik zu sehen, in Gänze zeigte man sich aber von Qualität und Kreativität begeistert.
So verwundert es auch nicht, dass sich an der Kasse des kleinen Ladens eine lange Schlange bildete.
Auf der Rückfahrt musste sogar die sonst so berüchtigte letzte Bank dem Tagespensum und dem Wetter Tribut zollen. Es war ungewöhnlich ruhig im Bus, aber allseits wurde ein gelungener Ausflug attestiert.
Fotos: Marion und Stephan Engelmann.
Eine kleine Auswahl weiterer Fotos findet sich HIER