Tagesausflug 09.07.2011

Das Wahrzeichen von Trier: Die Porta Nigra
(Zum Vergrößern auf die Fotos klicken)


2000 Jahre in 2 Stunden

Pünktlich um 8.00 Uhr startete Richard Pabst das Triebwerk seines Luxus-Gefährts. 35 Fahrgäste machten sich auf, die älteste Stadt Deutschlands zu erkunden. Die Route führte über die Hunsrück-Höhenstraße, mit einem Abstecher über das ehemalige Militärgelände am Flughafen Hahn. Auf Höhe Morbach wurde kurz vor 10 ein Rastplatz angesteuert. „Am kühlenden Morgen“ war es aber vor allem sehr windig und so wurde auf die obligatorische Eröffnungshymne verzichtet und unmittelbar die mitgebrachte Vesper „Weck, Worscht und Wein“ gestürmt.

Die Römerstadt erwartete die Ausflügler mit herrlichem Sonnenschein und so wurde die zweistündige, geführte Tour per Bus und per Pedes zum kurzweiligen Vergnügen. Obgleich der Wind am Petrisberg, der mit einer herrlichen Aussicht über die gesamte Stadt für strahlende Augen sorgte, auch hier das meist schüttere Deckhaar zerzauste, konnte das erste Lied ins Tal erschallen. Spontan gesellten sich einige der anwesenden Passanten zum Chor, der mit Inbrunst „Das Morgenrot“ besang, was die zahlreichen Zuhörer auf der Plattform mit herzlichem Applaus honorierten.

Überhäuft mit Zahlen, Daten und Informationen durch den wortgewandten und sehr kompetenten Stadtführer führte der Weg zurück in den historischen Stadtkern. Erstes Ziel: Die Konstantin-Basilika. Das monumentale Bauwerk beeindruckt durch Größe und Schlichtheit. Nach einigen einführenden Worten durch den Stadtführer sorgte der Chor mit „Tebe Moem“ in der phantastischen Akustik für Ganzkörper-Gänsehaut bei den Zuhörern.

Im krassen Gegensatz dazu stand der Pomp im anschließend besuchten Dom der Moselstadt. Der Gang durch die Geschichte endete schließlich an der Porta Nigra, wo der Chor im gleißenden Sonnenlicht Aufstellung nahm und das Loreley-Lied anstimmte. Viele der zahlreich anwesenden Touristen liefen zusammen, sangen mit, fotografierten und mancher schien sogar den Hut zur Spende von etwas Hartgeld zu suchen.

Direkt nebenan erwartete das „Christophel“ die fröhliche Schar zum Mittagessen. Nach etwas holprigem Beginn hatte jeder das Bestellte vor sich stehen. Im Anschluss wurde die Stadt auf eigene Faust erkundet. Am Nachmittag setzte sich der Tross dann moselabwärts in Bewegung. In Mehring erwartete Familie Adams die Sängerfamilie mit einem spritzigen Winzersekt im eigenen Weingut.









Nachdem „Aus der Traube in die Tonne“ verhallt war, stellte Winzer Horst Adams seinen Betrieb kurz vor und geleitete seine Gäste dann in den über 100 Jahre alten Gewölbekeller unter dem Gebäude.






Das ganze Gemäuer war in Kerzenlicht getaucht und sorgte so für eine heimelige Atmosphäre. Zwischen rustikalen Holzfässern stand die lange Tafel, auf der eine feudale Winzervesper liebevoll angerichtet war.

Es wurde nicht mit der Füllung der Probiergläser gegeizt und so steigerten sich Stimmung und Geräuschpegel kontinuierlich, die allerorten vorgetragenen Witze wurden zunehmend frivoler. Es war noch sonnenhell, als mehr oder weniger schwere Beine die ausgetretene Schiefertreppe erklommen.

Abschied vom Weingut Adams
Familie Adams links im Bild


Nachdem der kistenweise erworbene Wein im Bus verstaut war ging es Kurs Heimat. Das „päbstliche Hightech-Mobil“ verfügte sogar über TV-Empfang und so konnte, entlang des Rheins, die Fußball-WM der Frauen verfolgt werden. Nach 14 Stunden endete ein rundum gelungener und hervorragend geplanter Tagesausflug, was in den glückliche Gesichtern abzulesen war, als sich die Teilnehmer in die Nacht verabschiedeten.


Fotos: Stephan Engelmann und Walter Meister